Im Trend: Fisch grillen

Fisch grillen ist im Trend. Fischfleisch gilt nicht nur als gesund, sondern ist auch leicht und bekömmlich. Zudem ist auch echter Wildfisch relativ leicht zu bekommen. Somit eine (bessere?) Alternative zu allem Fetthaltigen aus belasteter Massentierhaltung wie Bockwurst, Schweinenacken & Co.? Jedenfalls Grund genug, Fisch und seine Zubereitung auf dem Grill ausführlich vorzustellen: Fischarten, Einkauf, Rezepte!

Zartes Fleisch, knusprige Haut, dazu frischer Salat, gegrilltes Gemüse und ein kühler spritziger Weißwein: So sieht für viele das perfekte Fischmenü aus. Wobei sich natürlich nicht nur der „klassische“ Fisch grillen läßt. Auch Garnelen, Muscheln oder Tintenfisch sind beliebt auf dem Grill. Gut für Anfänger sind fettreiche Arten wie Rotbarsch, Dorade, Lachs oder Forelle, da diese aufgrund ihres relativ hohen Fettgehaltes länger saftig bleiben und sich auch verhältnismäßig gut wenden lassen. Meeresfrüchte grillst Du am besten in einer gut geölten Alu-Folie.
Hier findest Du übrigens mehr Wissenswertes zum Grillen mit Alufolie!

Die Vorbereitung

Bevor man Fisch grillen kann, muß er ausgenommen und von Schuppen befreit werden. Erst dann kommt er auf den Rost. Ob als Ganzes oder in Stücke zerlegt – das bleibt jedem selbst überlassen. Obwohl Fische einen feinen Eigengeschmack haben, können sie durch Kräuter, Gewürze oder Marinaden zusätzlich aromatisiert werden. Dazu wird der Fisch einige Stunden in Marinade gelegt und öfters gewendet. Alternative: An beiden Seiten drei- bis viermal einschneiden und dann Kräuter und Gewürze einreiben. Auch auf diese Weise nimmt der Fisch Aroma an.
Knusprige Haut gelingt am besten, wenn diese vorher mit Olivenöl bestrichen und gesalzen wird.

Fisch grillen – aber schonend!

Fisch verträgt keine extrem hohe Hitze auf dem Grillrost. Die richtige Garzeit ist bei Fisch also besonders wichtig. Sie hängt ab von der Art des Fisches, sowie der Dicke des Grillstücks. Fischfilets von einem Zentimeter Dicke benötigen ungefähr sechs bis acht Minuten, bis sie gar sind. Ein Fischfilet von vier Zentimetern Dicke braucht zehn bis fünfzehn Minuten. Riesengarnelen ohne Schale sind bereits in drei bis vier Minuten verzehrfertig.
Tipp: Ob der Fisch fertig ist, erkennst Du daran, dass er sich leicht von den Gräten lösen läßt. Innen darf das Fleisch nicht glasig sein.

Lachs – der Klassiker unter den Meeresfischen

Als Beispiel für einen Salzwasserfisch soll hier der Lachs näher vorgestellt werden. Echter Wildlachs ist natürlich fein, hat allerdings seinen Preis. Das größte Angebot kommt aus Aquakulturen, die leider auch nicht immer als unbelastet gelten. Lachsfleisch gilt als relativ weich. Zum Grillen von Lachs empfehlen sich also niedrige Temperaturen. Auch ein zu häufiges Wenden sollte vermieden werden. Wenn es schnell gehen soll, kann der Lachs vorher in kleinere Stücke zerteilt werden.
Falls Du keinen frischen Lachs bekommst – kein Problem: Man kann auch gut tiefgekühlten Lachs grillen. Er muß natürlich komplett aufgetaut sein, bevor er auf den Rost kommt.
Tipp: Lachspäckchen! Dazu würzt und / oder marinierst Du den Lachs und schlägst ihn dann in Alu-Folie ein, und zwar gleich zusammen mit Gemüse Deiner Wahl. Anschließend das Päckchen gut verschließen. Nach ungefähr 30 Minuten ist das „Lachs-Gericht“ fertig.

Blau? Müllerin? Gegrillt!

Was der Lachs bei den Salzwasserfischen, ist die Forelle bei den Süßwasserfischen. Sie gilt als der beliebteste Süßwasserfisch. Als „Forelle blau“ (= gekocht) oder „Müllerin Art“ (= in Mehl angebraten) ist sie vielen ein Begriff. Aber auch auf dem Grill kommt ihr zartes Fleisch mit dem feinen Eigengeschmack gut zur Geltung. Vorraussetzung: Gewürze sollen diesen feinen Geschmack unterstreichen, und nicht überdecken. Salz, Pfeffer und etwas Zitronen oder Limettensaft reichen in der Regel aus. Forellen kann man sowohl filetiert als auch komplett kaufen. Die Haut lässt sich nach dem Grillen ähnlich leicht abziehen wie bei Pellkartoffeln.
Forellen grillt man im Fischbräter oder zehn Minuten von beiden Seiten in Alufolie. Man kann sie auch in zwei Lagen Backpapier hüllen. Wer es exotisch mag, nimmt Bananenblätter. Letzteres sieht auch sehr dekorativ aus. Die Grillzeit beträgt ungefähr 30 Minuten.
Tipp: Selbst gemachte Kräuterbutter!

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