Kommt der Hamburger wirklich aus Hamburg?

Von der Pizza einmal abgesehen, gibt es wohl kein Gericht auf diesem Planeten, das so populär ist wie der Hamburger. Doch bei aller Popularität wissen die Wenigsten, was es es mit dem gegrillten Hackfleisch zwischen zwei angetoasteten Brötchenhälften eigentlich auf sich hat. Wir bringen Licht ins Dunkel: Was ist der Hamburger, wer hat´s erfunden, und warum heißt er überhaupt so?

Dabei ist er längst nicht mehr nur Fastfood. Edel-Hamburger sind im Trend, und bei der Zubereitung gibt es zahllose Varianten. Viele Städte reklamieren den ersten Hamburger für sich, noch mehr Mythen gibt es rund um die Entstehung.

Die Geschichte des Hamburgers

Gleich zu Beginn: Auch wir werden nicht abschließend klären können, wie und wo der Hamburger eigentlich entstanden ist. Die einzige Sache, bei der sich Experten und Fans aus der gesamten Welt einig sind, ist die Benennung nach der norddeutschen Hafenstadt. Das lässt sich auch deswegen so sagen, weil er, bevor er in der heutigen Form auf den Speisekarten und Grills aufgetaucht ist, bereits in anderen Formen vorhanden war. So war das Hamburger Steak, ein Steak aus Hackfleisch und meist serviert in Tomatensauce, bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts ein populäres Gericht in manchen Gegenden von Amerika.
Seitdem haben eine Vielzahl von Menschen behauptet, dass sie die Erfinder kennen oder sogar mit ihnen verwandt sind. Sicher ist auch, dass bei einer Messe im frühen 20. Jahrhundert der Hamburger erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert wurde und sein Aufstieg begann. Das Hamburger-Sandwich ist seit diesem Zeitpunkt ein beliebter Snack.

Wer hat´s populär gemacht?

Der Siegeszug begann aber erst so richtig nach dem 2. Weltkrieg mit den großen Fastfood-Ketten wie McDonald´s oder Burger King. Diese haben den Hamburger auf der gesamten Welt vermarktet. Spötter behaupten auch: Sie haben ihn „standardisiert“ und somit seiner Einzigartigkeit beraubt. So ist es nur verständlich, dass inzwischen viele kleine Grills und Bratereien den Hamburger wiederentdeckt haben, und ihn mit hochwertigen Zutaten zu einem kulinarischen Erlebnis machen.

Das klassische Hamburger Rezept

So wie es eine Vielzahl von Geschichten über die mögliche Entstehung gibt, so gibt es auch jede Menge Rezepte, Tipps und Philosophien, wie der perfekte Burger aussehen muss. Auch hier haben sich die Ansichten über die Jahre verändert.
Doch es gibt einige Konstanten, die den „klassischen Hamburger“ ausmachen. Gehacktes Rindfleisch wird dabei immer genannt. Und für Puristen sieht das original Hamburger Rezept dann so aus: Rinderhack zwischen zwei Toasts, höchstens mit einigen Zwiebeln belegt, fertig. Ketchup, Tomaten, Salat oder andere Saucen sind verboten.
Allerdings ist das heute selbst in den USA eher eine Minderheit. So finden sich zwischen den zwei Brötchenhälften, die in der Regel aus Weißbrot bestehen, heute auch weitere Zutaten wie Tomaten, Gurken, Salat und Saucen.

Das Hamburger Fleisch: Grillen oder Braten?

Reines Rinderhack ist also die klassische Basis. Doch wo die Beilagen letztlich eine Geschmacksfrage sind, geht es beim Fleisch um die Philosophie. Manche schwören auf das gegrillte Burgerfleisch, während andere Köche der Meinung sind, dass auch die Bratpfanne ein ausreichendes Aroma liefert. Wir mögen ein wenig parteiisch erscheinen, aber nach unserer Meinung besteht der klassische Burger aus gegrilltem Fleisch.

Hamburger von der Fastfood-Kette

Wahrscheinlich hattest auch Du den ersten Kontakt mit einem Hamburger in einem der großen Fastfood-Tempel. Diese Burger sind übrigens besser als ihr Image als „Junkfood“, welches ihnen anhaftet, denn sie bestehen sowohl bei Burger King als auch bei McDonalds aus streng kontrollierten Zutaten. Individualität freilich findest Du hier nicht. Hier gilt System-Gastronomie im Sinne des Wortes. Der wichtigste Unterschied zwischen bei den beiden Ketten liegt in der Zubereitung und den Saucen: Burger King setzt auf gegrilltes Fleisch, McDonalds auf gebratene Patties.

Hamburger selber machen

Hier einige Tipps für die perfekte Zubereitung:

  • Gutes Fleisch: Das richtige Fleisch ist der Schlüssel für einen guten Burger. Hier sollte lieber ein wenig mehr Geld investiert werden. Versuche mal Bio-Hack, es lohnt sich.
  • Scharf anbraten: Ein guter Burger sollte nach Möglichkeit auf einen sehr heißen Grill gelegt werden. Bei einer normalen Portion von etwa 150 Gramm sollten 90 Sekunden reichen, danach wird nur ein einziges Mal gewendet.
  • Gargrad: Auch wenn viele Menschen bei Hackfleisch ein wenig skeptisch sind, kann bei einem guten und frischen Hackfleisch auch durchaus ein etwas blutigerer Burger serviert werden.

Ein gutes Brötchen und hochwertige Zutaten für Garnierung sollten natürlich auch selbstverständlich sein.
Übrigens: Hamburger lassen sich auch sehr gut auf einem Kontaktgrill zubereiten. Falls Du mit dem Gedanken spielst, einen solchen Kontaktgrill zu kaufen, dann lies vorher unseren Kontaktgrill Test!

Kommt der Hamburger denn nun aus Hamburg?

Unklar. Der Hamburger wurde wohl in seiner heutigen Form nicht in der Hansestadt erfunden. Mit Sicherheit wird die Stadt aber eine Rolle in der Namensgebung gespielt haben. Seine heutige Form erreichte er aber vor allem in den USA, von wo aus das Hacksteak seinen Siegeszug antrat zu einem der leckersten Snacks der Welt.

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