Holzkohlegrill anzünden: Die besten Techniken, die größten Fehler!

Brennspiritus, Öko-Grillanzünder, oder doch lieber Paraffinwürfel? Und überhaupt: Grillkohle, Briketts, oder doch besser einfache Holzkohle? Befrage 10 Leute, und Du bekommst 11 verschiedene Antworten. Dabei gibt es eindeutige Antworten auf die Frage nach dem Brennmaterial, oder wie man einen Holzkohlegrill anzünden soll.

Es kommt, wie immer, darauf an, was du vor hast! Wir haben uns daher Brennmaterialien und Anzündmethoden näher angeschaut. Hier die besten Empfehlungen – und was Du auf gar keinen Fall machen solltest.

Weches Brennmaterial?

Es ist ganz einfach: Briketts speichern Hitze länger, Holzkohle ist dafür schneller grillfertig. Echte Naturfans grillen sogar mit richtigem Holz. Sie warten einfach, bis das Lagerfeuer genug heruntergebrannt ist und perfekte Glutbedingugen herrschen. Es gibt also kein „richtig“ oder „falsch“. Sondern nur: Was eignet sich besser für welchen Zweck!

Lagerung von Holzkohle

Dass Grillkohle trocken gelagert wird, versteht sich von selbst. Feuchtes Brennmaterial hat nämlich nicht nur den Nachteil, schwer entflammbar zu sein, sondern kann auch für ein unerwünschtes Aroma im Grillgut sorgen.
Tipp: Auch in manchen Kellern kann es zu viel Feuchtigkeit geben!

Die Initialzündung

… besteht am Anfang aus einer kleine Menge Kohle, die in den Grill gelegt wird. Mit welchem „Brandbeschleuniger“ Du den Holzkohlegrill anzünden willst, bleibt Dir überlassen. Egal ob Grillpaste oder die üblichen Grillanzünder Würfel aus dem nächsten Supermarkt: Die eignen sich gleich gut. Wichtig ist nur, dass es in die Mitte gelegt wird. Du kannst auch mehrere Anzünder nehmen und sie gleichmäßig verteilen.
Auch althergebrachte Mittel sind geeignet, wie Hobelspäne oder Eierkartons. Allerdings brennen diese nicht solange. Gewitzte Grillmeister nehmen zudem getrocknete Orangen- oder Zitronenschalen, um der glühenden Holzkohle eine fruchtigere Note zu verleihen.
Tipp: Die Grillkohle pyramidenförmig um den Anzünder herum legen, ja regelrecht „schichten“. Für den Anfang aber nicht zuviel, sonst erstickt die Flamme.

Holzkohlegrill anzünden: Jetzt muß Sauerstoff ran

Sobald die ersten Grillkohlen angeglüht sind, wird die endgültig gewünschte Menge an Brennmaterial nachgelegt. Dann mußt Du dafür sorgen, dass die Glut genug Sauerstoff bekommt und sich auf die restliche Kohle ausbreitet. Das geht durch Pusten, was aber schnell zu Atemnot führt, oder durch ständiges Wedeln mit einem Kartondeckel. Grill-Profis greifen auch zu Handblasebälgen oder sogenannten Handkurbel-Föns, um sich nicht zu sehr abzumühen. Erst wenn die Grillkohle mit einer weißen Schicht bedeckt ist, dann könnt ihr Fleisch, Fisch oder Grillgemüse auf den Rost legen.
Tipp: Kugelgrills haben den Vorteil, dass die Luftzufuhr reguliert werden kann und somit automatisch für eine Ausbreitung der Glut gesorgt ist. Wedeln oder Föhnen entfällt also.

Vorsicht – darauf mußt Du achten!

Niemals flüssige Brennpaste oder gar Brennspiritus in die offene Glut nachgießen. Und bei Anzündern, die aus ungenießbarem Material wie Wachs oder Paraffin bestehen (das sind fast alle!), müssen diese vollständig abgebrannt sein, bevor mit dem Grillen begonnen wird.

Tipp für Eilige

Ist dir das mit dem Holzkohle anzünden zu mühselig, dann solltest Du Elektrogrills einmal näher anschauen. Hier ist unsere große Elektrogrill Übersicht: Tests, Geräte, Techniken!

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