Tropenholz als Holzkohle?

Grillen und Natur gehören zusammen. Umso mehr lässt die folgende Meldung aufhorchen, die diese Tage durch die Medien ging: In manchen handelsüblichen Holzkohle Packungen soll Tropenholz enthalten sein. Wir finden das ein NoGo!

Ein lauer Sommerabend, die Holzkohle knistert, die Vögel zwitschern – kaum ein Outdoor Erlebnis ist schöner als ein zünftiger Grillabend im Freien. Das möchte man doch bitte auch mit gutem Gewissen feiern. Wozu also Holzkohle, gewonnen aus dem Holz der Regenwälder Südamerikas, Asiens oder Afrikas? Womöglich aus illegalem Abbau? Haben wir nicht genug heimische Wälder für die Holzkohle-Produktion? Ganz zu schweigen von dem Unsinn, dass Tropenholz erst um die halbe Welt transportiert werden muss, um dann hier auf Holzkohlegrills zu landen?

Genau dies kann aber wohl der Fall sein. Jedenfalls berichtet das die „Neue Osnabrücker Zeitung“ am 9.4.2018. Demzufolge ist es nicht auszuschließen, dass auch Holz aus Tropenwäldern auf deutsche Grills gelangt – und das ohne Wissen der Verbraucher. Dies habe bereits eine Untersuchung aus dem Jahre 2017 ergeben, wonach bis zu 30% der Holzkohle Mengen von fraglicher Herkunft sei. Dass das Thema offenbar jetzt (erst wieder) aktuell ist, liegt daran, dass die Bundesregierung eine entsprechende Antwort auf eine Anfrage der Grünen gegeben hat.

Was können wir als Grillfreunde tun?

Wenn ihr nicht wollt, dass Tropenholz auf Euren Grills verfeuert wird, dann fragt Eure Händler. Fragt nach der genauen Herkunft der Holzkohle, und ob auch eine Garantie zum verwendeten Holz gegeben werden kann. Achtet auf Zertifikate oder Gütesiegel auf den Holzkohlesäcken, wie FSC Siegel oder PESC Siegel, bzw verlangt danach.

Die Erfahrung zeigt: Der Verbraucher kann (mit-) bestimmen, was in den Ladenregalen steht. Voraussetzung: Man muss sich als Verbraucher auch deutlich artikulieren.

In diesem Sinne – EUER GRILLGARANT Team!

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